Großverfahren

Rückzahlung aus dem vorzeitigen Erbe der nicht vorhandenen Millionenmutter in Hamburg

Rückzahlung aus dem vorzeitigen Erbe der nicht vorhandenen Millionenmutter in HH

Landgericht Osnabrück vereidigte 4 Zeugen im Mordfall Markus Kujat

Osnabrück (kno) – Langsam wird es eng für die beiden Angeklagten Maren M. und Andris M., die den Mord an Markus Kujat in Auftrag gegeben haben sollen. Nachdem ein Friseur von Maren M. bereits von den ihm bekannten Planungen der Tat berichtet hatte, bestätigten drei weitere Zeugen, dass auch sie von Andeutungen einer angekündigten Straftat Kenntnis hatten. Keiner der Zeugen maß den Erzählungen von Maren M. ihnen gegenüber besondere Bedeutung bei, da sie für ihre Lügengeschichten bekannt war. Ganz anders jetzt das Gericht: Die ungewöhnliche Vereidigung von 4 Belastungszeugen lässt vermuten, dass das Landgericht den Aussagen besondere Bedeutung beimisst.

Eine Putzfrau von Markus Kujat, die Maren M. bereits seit 10 Jahren kannte, schilderte einen Besuch von Maren M. bei ihr am Tag vor der Tat. Wie schon des öfteren sei die belastende Beziehung zu Markus K. Thema gewesen. Und dann hätte Maren M. gesagt: „Der bekommt morgen Besuch.“ und auf Nachfrage, was für ein Besuch gemeint sei: „Zum Kaffeekränzchen.“ Was damit gemeint sei, wollte die Zeugin wissen. Maren M. habe geantwortet: „Mir glaubst du ja sowieso nicht.“ Sie würde es aus der Zeitung erfahren. Im April 2008, so die Putzfrau, habe Maren M. sie gefragt, ob sie ihr eine Waffe besorgen können.

Andeutungen machte Maren M. auch gegenüber einem Ehepaar. Eine 24-Jährige schilderte eine Autofahrt mit Maren M. wenige Tage vor dem Mord. Auch hier war die „Hassliebe“ zwischen den Maren M. und Markus Kujat Gegenstand der Unterhaltung. Maren M. habe dann gesagt, „sie werde diesen Leuten, ....., jetzt endgültig ein „Ja“ sagen. Sie habe es sich beim Leben ihre Sohnes geschworen, dass sie es diesmal durchziehen werde.“ Verwundert musste das Landgericht zur Kenntnis nehmen, dass die Zeugin nicht weiter nachgefragt habe, was damit gemeint sei.

Auch der Ehemann der Zeugin berichtet vom Luxusleben der Angeklagten, die ihm einen Darlehensvertrag mit Kujat über 35.000 Euro zu Prüfung vorgelegt habe. 2004 habe er ihr geholfen einen Leasingvertrag über einen Sportwagen zu erhalten. Die Kosten habe sie ihm bar im Voraus bezahlt. Zeuge: Auf ihrem Konto waren 16.000 Euro. Zurückzahlen wollte Maren M. ihre Schulden aus „dem vorzeitigen Erbe ihrer millionenschweren Mutter in Hamburg.“ Das es diese nicht gab, erfuhr Markus Kujat. von dem Zeugen im Mai 2008. Unglaublich enttäuscht und sauer sei dieser gewesen, so der Zeuge, habe aber nicht die Kontovollmachten von Maren M. gelöscht. Im Freundeskreis sei die problematische Beziehung kommentiert worden: „Es sei besser, wenn sich die beiden trennen, bevor sie sich an die Gurgel gehen.“ Der Zeuge berichtete weiter, dass Maren M. ihn an Tag nach dem Mord, um 200-300 Euro gebeten habe. Erst danach habe er von der Tat erfahren.

An einem weiteren Verhandlungstag wurde erneut der Friseur von Maren M. eingehend gehört. Seine Glaubwürdigkeit wird von den Rechtsanwälten in Teilen bezweifelt. Er betonte immer wieder, dass die Beziehung zu der Angeklagten eine Kundenbeziehung gewesen sei, die auch private Anteile gehabt habe. Die Widersprüche in seinen Aussagen seien ihm durchaus bewusst, so der Zeuge, er sei aber nicht vor Gericht erschienen, um Vermutungen und Rückschlüsse anzustellen. Weil seine Aussage für das Verfahren eine ausschlaggebende Rolle spielt, wurde er in nicht-öffentlicher Sitzung zu seinen persönlichen Lebensumständen und einer psychischen Erkrankung befragt. Obwohl die Verteidiger anschließend widersprachen, wurde der Zeuge als vereidigungstauglich bewertet und schwor, dass seine belastenden Aussagen der Wahrheit entsprechen.

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