Großverfahren

Angebot im Swinger-Club: „Ruussen-Maafia gut für Vernichten meine Mann“

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Landgericht durchleuchtete Sexleben der Angeklagten im Mordfall Kujat

Osnabrück (kno) – Der 10. Verhandlungstag im Mordprozess Markus Kujat: Zeugen, die wie Wasserfälle redeten, eine zeitweise grinsende Angeklagte und fassungslose Zuhörer. Erst auf der Treppe zum Landgericht brechen die aufgestauten Emotionen heraus: „Die hat den doch nach Strich und Faden verarscht und wie eine Weihnachtsgans ausgenommen.“ Es folgt die leicht vorwurfsvolle Frage: „Wie kann man nur so blöd sein?“

Von einer „hörigen Abhängigkeit“ zu Maren M. hatte eine 36-jähriger Photograph berichtet. 2002 habe er, damals arbeitslos, die Angeklagte kennen gelernt. Nach und nach übernahm Maren M. seine Finanzen: Er könne eine Zusatzausbildung in Hamburg in der Modellagentur ihrer Mutter machen. Erforderlich sei dafür eine Photoausrüstung. 15000 Euro zahlte er. 5000 Euro für einen gemeinsamen Flug auf die Malediven leierte sie den Eltern ab. Ein Auto verschwand zur TÜV-Untersuchung und tauchte nie wieder auf. Großzügig kaufte Maren M. ihrem Opfer ein neues: Für 500 Euro einen alten SEAT. „Zuletzt war kein Geld mehr da“, fasste die Mutter ihre Auflistung der Zahlungen bis Anfang 2005 zusammen. Über 50000 Euro hatte sich die Familie zum Teil geliehen: Bei der Bank und bei Bekannten. Sogar das Konto der Oma wurde geplündert. „Maren M. hat sich als gute Schwiegertochter eingeschlichen,“ und: „Wir wollten unserem Sohn helfen,.“ schilderte die Mutter die „schrecklichen“ Ereignisse. Als zuletzt kaum noch Zahlungen möglich waren, wurde gedroht: „Was seid ihr für Rabeneltern. ...Wenn ihr Krieg wollt, dann könnt ihr den haben.“ Der Sohn hatte Angst um seine Eltern. Die würden zusammen geschlagen, habe Maren M gesagt., sie kenne Leute aus der Drogenszene, die so was machen.

Aus den Aussagen von drei weiteren Ex-Liebhabern ergab sich auch für den mitangeklagten Andris M. ein Bild über das Verhältnis von Maren M. zu Männern. Ein Busfahrer, der zeitgleich mit dem Photographen eine 3-monatiges Verhältnis zu ihr hatte: „Als sie merkte, dass in Beziehung zu Geld nix läuft, war ich wohl nicht mehr interessant.“ Seinen Nachfolger, ebenfalls Busfahrer, erwischte es härter. Er, bereits verschuldet, nahm über Vermittlung von Maren M. einen dubiosen Internetkredit über 15000 Euro auf. Dieses Geld wollte sie „vermehren“. Es landete an der belgischen Grenze in der Tasche eines „Iraners“. Als er deshalb Amok gelaufen sei, berichtete der Zeuge, habe sie nur gelacht. Ein weiterer Zeuge konnte sich nicht so recht erinnern, ob er mit der, nach seinen Worten, „durchgeknallten, nicht gesellschaftsfähigen“ Maren M. geschlafen habe: „Möglich.“ Eine Litauerin aus Hagen (NRW) rundete das Bild vom Sexualleben Maren M.s ab. „Wir haben mit dritt gemacht“, berichtete sie in gebrochenem Deutsch.. Maren M. habe ihr in einem Swinger Club bei Wuppertal Hilfe angeboten: „Ruussen Maafia sei gut für Vernichten meine Mann“, der sie geschlagen habe. Sie könne das für 1500 Euro arrangieren.

Es folgten, als Zeugen, eine Bekannte der Angeklagten und deren Mitbewohnerin. Beide bezeugten, dass Maren M. eine Woche vor der Tat gesagt habe: „Meine Rache wird sein, dass ich einen Killer besorge, für das was er mir die ganze Zeit angetan hat.“ „Sie hätte keine Skrupel mehr, Connection und Geld.“

Zuletzt dann noch der kuriose Auftritt eines weiteren Busfahrers: Sein Telefongespräch mit dem Busfahrer und Ex-Lebensgefährten B. von Maren M. mit dem sie einen Sohn hat, wurde von der Polizei abgehört. Nach der Tat, so der Zeuge habe bei den Stadtwerken die Gerüchteküche gebrodelt: „Jeder wusste etwas.“ Er habe wissen wollen, wer von seinen Kollegen, ein Verhältnis mit Maren M. gehabt habe und deshalb dem Kollegen B. vorgegaukelt, dass er von einem Richter wisse, dass Maren M. ein Geständnis abgelegt habe, um so die gewünschte Information zu erlangen.

 

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