Sonstige Strafsachen

Traurige Karriere: Vom Verwaltungsangestellten zum Straftäter mit 13 Voreintragungen

Landgericht Osnabrück: Urteil der Vorinstanz gegen 57-jährigen Bramscher rechtskräftig

Osnabrück - Für die Polizei und die Gerichte in Bersenbrück und Osnabrück ist er kein Unbekannter: Dieses Mal geht es für den 57-jährigen Bramscher vor dem Landgericht Osnabrück um das Führen eines Fahrzeugs ohne die erforderliche Fahrerlaubnis. Vom Amtsgericht Bersenbrück war der Bramscher im Juni 2011 zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden verurteilt worden, weil er am 16. und 18. Oktober 2010 –also kurz nacheinander – in Bramsche ohne Führerschein mit einem Auto gefahren war. Gegen dieses Urteil hatte sowohl der Angeklagte, wie auch die Staatsanwaltschaft eine Berufungsverhandlung beantragt. .Im Gerichtssaal erscheint neben den üblichen Beteiligten auch ein Bewährungshelfer. Nach der Verlesung der Anklage deutet Verteidiger Joe Thérond an, dass sein Mandant mit einer Rücknahme der Berufung einverstanden wäre, wenn die Staatsanwaltschaft ihre Berufung auch zurückzöge. Außerdem, so Thérond, könne er eine Revison gegen ein weiteres Urteil zurückziehen, wenn der Staatsanwalt erklären würde, dass der Haftantritt seines Mandanten erst in 2 Monaten erfolgen müsse. .Ja, sagt der Staatsanwalt, das könne er grundsätzlich tun, allerdings müsse er darauf drängen, dem Angeklagten eine Führerscheinsperre aufzuerlegen. Jetzt meldet sich der Bewährungshelfer: Angesichts der Vita des Bramschers würde die Zulassungsstelle ohnehin keine Fahrerlaubnis mehr erteilen. Rechtsanwalt Thérond ergänzt, dass in dem anderen Urteil, was nach der Rücknahme der Revision Gültigkeit erlangen würde, eine 24-monatige Führerscheinsperre verhängt wurde. Nach dieser Vorabklärung nehmen beide Parteien ihre Berufung zurück..So weit, so gut? Nicht ganz. Der Staatsanwalt verweist auf zwei weitere Anklagen und ein weiteres Urteil gegen den Bramscher..Man sieht dem 57-Jährigen seine Vorgeschichte nicht an, doch sie ist lang und tragisch. Der sympathische und intelligente wirkende Angeklagte war in seinem früheren Leben Verwaltungsangestellter, doch dann geriet er auf die schiefe Bahn. Sein Hobby, große schnelle Autos, musste finanziert werden. Es kam zu Versicherungsbetrügereien mit getürkten Autounfällen. Später kamen Betäubungsmitteldelikte hinzu. Bei der Polizei war er bekannt „wie ein bunter Hund.“ Sein Sündenregister weist 13 Voreintragungen auf, mehrere Jahre hat er in verschiedenen Gefängnissen verbracht. Doch das Autofahren kann oder will er nicht lassen: Am heutigen Freitag muss er sich erneut vor dem Amtsgericht Bersenbrück wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten..

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