Kind zu Tode geschüttelt?

Landgericht Osnabrück: Spanier muss sich bereits zum zweiten Mal wegen Totschlages verantworten

Vor dem Landgericht Osnabrück wurde das Verfahren gegen einen 35-jährigen Spanier  wegen Totschlags eröffnet. Der Mann soll seinen vier Monate alten Sohn Alejadro am 18. Februar 2012 in seiner Wohnung so heftig und langdauernd geschüttelt haben, dass dieser ein schweres Schütteltrauma erlitt. Das Kind verstarb 2 Tage später in einem Osnabrücker Krankenhaus. Am sogenannten Ossensamstag, dem Tag des Karnevalumzuges in Osnabrück waren Passanten auf den Mann aufmerksam geworden, der sein lebloses Kind in einem Kinderwagen durch die Fußgängerzone der Stadt schob. Er hatte der Polizei gegenüber erklärt, seinen Sohn in diesem Zustand vorgefunden zu haben. Nach dem Tod des Säuglings ergab eine Obduktion Hinweise auf die massiven Misshandlungen. Der Angeklagte hat gegenüber der Polizei bestritten, für das Schütteltrauma verantwortlich zu sein. Am nächsten Verhandlungstag wird sich der Angeklagte zu dem Tatvorwurf äußern. Bereits 2006 hatte sich der Mann vor dem Landgericht Osnabrück wegen Kindesmisshandlung und versuchten Totschlags verantworten müssen, war aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. 

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